Aktuelles aus Schule und Kindergarten

Samstag, 08.06.19

Frische Landluft

12 Tage auf dem Schulbauernhof in Pfitzingen

Bereits zum vierten Mal waren wir im Mai-Juni 2019 mit 15 Jugendlichen zwischen 10 und 13 Jahren auf dem Schulbauernhof in Pfitzingen. Der Schulbauernhof ist wie ein Miniaturbauernhof, der baden-württembergischen Kindern und Jugendlichen zeigen soll, wo unser Essen herkommt und welche Arbeiten in der Landwirtschaft dazu gehören.

Babykatze

Auf dem Hof leben sechs Kühe mit Kälbchen, einige Ziegen und Schafe, zehn Schweine mit Ferkeln, Hühner, Kaninchen, das Pferd Lavendel und viele Katzen.

Um die Tiere, Mitarbeiter und Kinder mit Essen zu versorgen, gibt es eigene Felder, auf denen Getreide, Kartoffeln und Gemüse angebaut wird, sowie einen Gemüse- und Obstgarten. Zur Lagerhaltung dienen mehrere Keller, der Getreidespeicher und der große Heuboden. Daneben stehen verschiedene Werkstätten und Verarbeitungsräume zur Verfügung: Mehlkammer, Käseraum etc. Und natürlich gibt es Scheunen und Ställe für Fahrzeuge und die Tiere!

Stallarbeit

In den Tagen haben wir unglaublich viel erlebt! Abwechselnd waren wir in unterschiedlichen Gruppen im Einsatz: Im Hausteam, der Stallgruppe oder der Hof- und Feldgruppe. Wir bekamen Einblick, wie viele unterschiedliche Aufgaben es auf einem Bauernhof gibt und wie die Arbeiten voneinander abhängen.

Füttern

Zum Beispiel hat die Stallgruppe in der Früh die Tiere im Stall gefüttert sowie die fünf Milchkühe und zwei Milchziegen gemolken. Nach dem Frühstück (mit Milch und Kaba) wurde dann die Milch von der Hof- und Feldgruppe zu Butter, Sahne, Joghurt oder Käse verarbeitet. Diese Nahrungsmittel standen dann wiederum der Küche zu Verfügung, die damit die leckersten Essen und Kuchen zauberte.

Küche

Die Arbeiten waren oft interessant und vielfältig, manchmal auch eintönig oder auch mal anstrengend – gleichwohl gehören sie unbedingt dazu:
… Kraftfutter mischen … Tiere füttern … Misten (unglaublich, was bei Kühen pro Tag hinten heraus kommt oder wie lange es dauert zwei Ziegenställe auszuräumen!) … Pferdespaziergang mit Reiten … Holz aus dem Wald holen … Grünfutter ernten … Heu mähen, wenden, einfahren und mit einem Gebläse auf den Heuboden befördern im Garten und auf dem Feld Unkraut jäten … Gemüse pflanzen … gießen … Tische ein- und abdecken … diverse Schleckereien kochen … Kuchen, Dampfnudeln, Brot und Pizza backen … spülen mit der großen Profispülmaschine … Sanitärbereiche und andere Räume putzen … Wäsche bügeln usw. …

An manchen Tagen war das Wetter sehr heiß und die Aufgaben zudem schweißtreibend – was freuten wir uns abends auf die Dusche oder auch mal auf das Kartoffeln pflegen im kühlen Keller! Wir konnten am eigenen Leib erfahren, was frühere Generationen und auch heute die Landwirte für uns alle tagtäglich leisten.

Für mich beeindruckend waren die Geduld und Erzählfreude der Mitarbeiter*innen. Mit Umsicht und viel Sachverstand erläuterten sie Zusammenhänge, Funktionsweisen, Prozesse, viel über das Leben der Bauernhoftiere und alles, was wir wissen wollten.

Hofrunde

Ich finde das nicht selbstverständlich und war sehr dankbar, auf welche Weise sie ihr Wissen mit uns teilten!

Was gab es noch? Gemeinsame Erlebnisse und spannende soziale Prozesse, Schwimmen im noch sehr kalten, aber wunderschönen gelegen See mit Springen von der Brücke,

See

Wandern am Tag und auch am Abend durch Wald und Wiesen. Wir haben unter einer herrlichen Linde gegrillt und danach Werwölfe gespielt…

Werwölfe

Es waren zwölf volle und erfüllende Tage und ich bin sicher, dass viele Erlebnisse noch lange nachwirken werden. Danke, dass wir auf dem Schulbauernhof sein durften!

Katrin Bohner, Begleiterin in der Sekundaria