FAQ

Was ist das Besondere der Freien Aktiven Schule?

Mauricio und Rebeca Wild, Impulsgeber der Aktiven Schulen

Die Freie Aktive Schule (FAS) signalisiert eine spezielle pädagogische Richtung, die in besonderer Weise freiheitliche Formen im Umgang mit Entwicklungsprozessen von Kindern und Erwachsenen sucht und praktiziert. Das pädagogische Konzept basiert auf den Grundlagen verschiedener Reformpädagogen vor allem auf den Impulse von Maria Montessori und Rebeca und Mauricio Wild.

  • Wesentliches Element ist die ‚Nichtdirektivität’, eine Haltung der Erwachsenen, die das Kind als Individuum respektiert mit eigenen Rhythmen, Neigungen, Fähigkeiten und einem „inneren Bauplan!“ (nach Maria Montessori) – dessen Entfaltung so wenig als möglich durch Erwachsene gesteuert werden sollte. Je optimaler die Umgebung, in der sich das Kind bewegt, desto eher kann die angemessene Entwicklung gelingen – deshalb spielt die besonders vorbereitete Umgebung eine große Rolle an der Schule.
  • Freie Aktive Schulen stellen die authentischen Bedürfnisse (Bewegungsfreiheit, eigene Zeiteinteilung, spontane Äußerungen...) der Kinder paralell zur intellektuellen Entwicklung. Kindheit wird verstanden als eigenständige Lebensphase mit eigenständigen Anforderungen. Der Blick in die Gegenwart ist maßgeblich - "was sehe ist jetzt notwendig für das Kind?" und nicht die ausschließlich ausgerichtete Blickrichtung auf die Zukunft hin, die oftmals das aktuelle Bedürfnis übergeht.
  • Nachhaltige Bildung wird als aktiver Prozess verstanden, der nicht planmäßig produziert werden kann. Dieser aktive Prozess wird von jedem Kind eigenverantwortlich voran getrieben „ das Kind bildet sich selbst“ – mit den Möglichkeiten, die ihm zur Verfügung stehen. Die Erwachsenen sind für die Begleitung und Unterstützung des Lernprozesses sehr wichtige Ansprechpartner der Kinder. 
Das bewusste Überlassen der Verantwortung für den eigenen Lernprozess schlägt sich natürlich im Schulalltag nieder, in dem Kinder und Jugendliche lernen, Verantwortung für ihr tägliches Dasein zu übernehmen. Sie organisieren ihren Schulalltag selbst.
  • Es gibt einen umfassenden Bildungsbegriff: Die Entwicklungsschritte von Kindern und Jugendlichen in ihrer Gesamtheit werden als ‚Bildung’ verstanden; z.B. ist die Wissensvermittlung von Schulstoff für jüngere Kinder nachrangig: in diesem Alter ist ihre Lebensrealität davon bestimmt sich „einen Platz zu schaffen“ und sich auf der Ebene der Beziehungen auseinander zu setzen und den eigenen Lebensradius zu erweitern. Es werden große Fortschritte im Bereich der sozialen Kompetenzen erworben. In späteren Phasen verlagern sich die Interessen der Kinder mehr auf den Wissenserwerb auch auf abstrakter Ebene.
    Bedeutsam ist, dass die Kinder in ihrem jeweiligen Lebensabschnitt mit ihren Themen ernst genommen werden. Reflektion des eigenen Verhaltens und Achtsamkeit im Umgang mit den Kindern sind wichtige Voraussetzungen auf der Erwachsenenebene um Kinder wirklich ernst zu nehmen.
  • Bildung wird ganzheitlich betrachtet: Einbeziehung von Verstand, Psyche und Körper: Bewegung ist ein Grundbedürfnis und die Kinder können diesem Grundbedürfnis immer folgen und ihrem Bewegungsdrang nachgehen. Dies beeinflusst auch die Intelligenzentwicklung, da diese in einem engen Zusammenhang mit der Bewegung steht. Bei Lernvorgängen sind im Menschen alle Sinne angesprochen. Die Schule stellt viele strukturierte und unstrukturierte Materialien zur Verfügung, die diesen ganzheitlichen Prozess anregen.
  • An Freien Schulen werden Kinder und Erwachsene gleichermaßen gefordert und einem Entwicklungsprozess unterzogen. Die Schule bietet einen Raum, in dem Haltungen verändert werden können. Sie bieten auch eine Möglichkeit, sich mit demokratischen Verfahren auseinanderzusetzen und sie im Alltag auszuprobieren.

Zuletzt aktualisiert am 13.10.2017 von Web Admin.

Zurück